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Antiaging

Anti-Aging / Was ist dran – und was nicht?

 Autor Dr. med. Peter Konopka

 

Wer möchte nicht „so alt wie Methusalem“ werden oder zumindest ein „biblisches Alter“ erreichen? Methusalem stammte offenbar aus einer recht langlebigen Familie; denn schon sein Vater Henoch soll es auf 365 Jahre gebracht haben. Methusalem selbst zeugte seinen ersten Sohn Lamiech im Alter von 187 Jahren und sorgte auch die nächsten 782 Jahre für weitere Nachkommenschaft - bis „dass sein ganzes Alter ward 969 Jahre.“ Heute im Zeitalter der Genforschung und Organtransplantationen, der Lifestyle-Drogen und Anti-Aging-Bewegung werden dem Menschen für die Zukunft “ewige Jugend“ und ein „biblisches Alter“ versprochen. Was ist davon zu halten - und reicht dazu das Allerweltsrezept: Nicht rauchen und täglich ein Gläschen Rotwein?

Wohl nicht - aber verständlich ist die Sehnsucht des Menschen nach Unsterblichkeit schon, vielleicht weil er ahnt, dass er es innerlich bereits ist. Doch von der Ahnung bis zum Wissen ist ein weiter Weg, und trotz allen Strebens nach „Ganzheitlichkeit“ glaubt der Mensch immer noch, dass allein der Körper seine Existenz ausmache. Deswegen möchte er ihn erhalten, mit allen Funktionen und so lange wie möglich.
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 Aber es wäre zu einfach, sich diese Sehnsucht nur mit Hormonen erfüllen zu wollen; denn es gibt bisher keinerlei Beweise dafür, dass durch die Gabe irgendeines Hormons die Lebensspanne des Menschen verlängert werden könnte - eher im Gegenteil. Am sinnvollsten erscheint dagegen das komplexe „ganzheitliche“ Bestreben, die Gesetze der Alterung zu studieren und zu versuchen, den durch die Natur vorgesehenen und vorgegebenen Verfall zu verlangsamen, um dadurch an Lebenszeit zu gewinnen.
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Zunächst ist es wichtig, erst einmal einigermaßen gesund in ein höheres Lebensalter zu gelangen. Das geht aber nur, wenn man den üblichen Zivilisationskrankheiten rechtzeitig und aktiv durch einen gesunden Lebensstil vorbeugt. Was ein gesunder Lebensstil ist, weiß inzwischen jeder - es mangelt „nur“ an der Umsetzung.
Da man nicht genau weiß, worauf der Alterungsprozess beruht, gibt es verschiedene Theorien über die Gründe, die das menschliche Leben begrenzen:

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  • Der Kardiologe sagt - vereinfacht ausgedrückt - die Zahl der Herzschläge pro Leben sei begrenzt. Das würde für ein moderates Ausdauertraining sprechen, weil Ausdauertrainierte für vergleichbare Belastungsstufen und auch in Ruhe weniger Herzschläge benötigen.
  • Der Ernährungswissenschaftler sagt, die Gesamtmenge der Kalorien, die ein Mensch pro Leben mit seinen Enzymen verarbeiten kann, sei begrenzt. Das würde für eine Reduzierung der Kalorienzahl mit eher knapper Ernährung sprechen.
  • Der Genetiker sagt, die Zahl der pro Leben möglichen Zellteilungen sei begrenzt. Das würde für eine eher „ruhige“ Lebensweise mit weniger „Verschleiß“ sprechen - aber auch dafür, die Gene vor Umweltschäden zu schützen und die genreparativen Mechanismen zu stärken. Das würde für den Aufbau eines Schutzes gegen „freie Radikale“ sprechen - und zwar mit der Doppelstrategie: Hochregulierung der antioxidativen Schutzsysteme durch moderate Ausdauerbewegung und Zufuhr von Antioxidantien (Vitamine A, C, E, Beta-Karotin, Selen, Zink, sekundäre Pflanzenstoffe u.a.) durch die Nahrung und evtl. durch eine vernünftige Nahrungsergänzung.
  • Und schließlich sagt der Yogi (und das schon seit 5000 Jahren!), die Gesamtzahl der Atemzüge pro Leben sei dem Menschen in die Wiege gelegt. Deswegen haben die Yogis Methoden ersonnen, die Beruhigung des Atems bis hin zur Atemstille herbeizuführen - durch Entspannung, Konzentration und Meditation.

  • Nun haben wir die wichtigsten, aus verschiedenen Richtungen stammenden Bausteine beisammen, die einen gesunden, die Langlebigkeit fördernden Lebensstil ausmachen: Eine positive und aktive Lebenseinstellung, moderate körperliche Aktivität, eine knappe gesunde, antioxidantienreiche Ernährung und die richtige Entspannung (vielleicht sogar bis zur Meditation), um negativen Stress loszulassen und zu sich selbst - oder besser gesagt: zu seinem Selbst - zu kommen; denn vielleicht liegt dort die ersehnte Unsterblichkeit…

    www.Yoga-Moers.de  www.Yoga-Siegen.de  www.Yoga-Dorsten.de  www.Yoga-Witten.de


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